Irisa S. Abouzari • 31. Oktober 2023

Das tun, was guttut

Wie schnell die Zeit vergeht! Das frühe Aufstehen gelingt mir nun mit Leichtigkeit. Ich fühle mich ausgeschlafen und erfrischt! Am Sternenhimmel kann ich mich auch heute kaum satt sehen, ich liebe den Orion! Auch Cassiopeia grüßt wieder aus ihrer spanischen Schräglage. Die Finca-Katze ist meiner Wahrnehmung nach definitiv ein spirituelles Wesen; ihr Maunzen eher ein Sprechen; für irdische kulinarische Genüsse ist sie durchaus aufgeschlossen, doch fühlt sie sich zugleich von hoch schwingenden Orten magnetisch angezogen. So liebt sie es offensichtlich, beim Yoga dabei zu sein, sobald wir nach draußen gehen.
Ich bugsiere eine Ameise nach draußen und schüttele sie in die schützende Dunkelheit der Büsche am Wegesrand. Ameisen stehen im Schamanismus für Fleiß. Ja, ich bin oft so fleißig und eifrig, dass ich manchmal den Moment verpasse, in dem es um den so wichtigen Übergang von der Aktion ins Entspannen geht. Ich erlaube mir, meinen übertrieben hohen Eigenanspruch etwas herunterzuschrauben; bei einem Recherche-Aufenthalt, in dem es darum geht, sich in ein Retreat zu begeben, ist Ehrgeiz schlichtweg kontraproduktiv. Ich nehme mir vor, meinen Impulsen mehr Vertrauen zu schenken.

Sich auf den Moment einlassen

Ich denke darüber nach, was ein Retreat für mich eigentlich bedeutet. Obwohl ich ein spiritueller Mensch bin, einen spirituellen Lehrer habe und seit 20 Jahren zweimal am Tag meditiere, verliere ich mich doch häufig in Hektik und Mangeldenken. So hat vermutlich jeder von uns seine kleinen und größeren ‚Baustellen‘ … Interessanterweise ist meine Armbanduhr pünktlich zum Urlaubsbeginn vor zweieinhalb Wochen in Nerja stehen geblieben. Ein Zeichen! Es geht darum, den in der Großstadt Köln gewohnten hohen Beat hier etwas herunterzudimmen, auf den Kick knalliger Reize zu verzichten und mich nicht mit meiner Neugierde und Abenteuerlust selbst an der Nase herum zu führen. Wie wäre es denn mal damit, den Moment wahrzunehmen und zu genießen? Ich folge diesem Impuls … und bald steigt in mir eine wohlige Leichtigkeit und Zufriedenheit auf. Mich spürend bin ich in Ordnung … und die Welt um mich herum ist es auch!

„Das Herz führt, der Kopf folgt!“

So, von innen nach außen strahlend, gelingt die Tagesgestaltung heute achtsam, bewusst und freudig! Bei der ersten morgendlichen Yoga-Einheit macht Martina uns darauf aufmerksam, dass das Bewusstsein führt und der Körper folgt. „Nimm in dir Platz“, sagt sie. Ein Satz, der mir besonders gut gefällt. Auch, dass sie uns wieder das Wechselspiel zwischen Akzeptanz und Widerstand, Annahme und Ablehnung bewusst macht und anregt, in diesem Spannungsfeld während einer fordernden Körperstellung die eigenen Möglichkeiten zu entdecken.
Wir dehnen und aktivieren unser inneres Verdauungsfeuer; zugleich geht draußen im Tal die Sonne auf, der Himmel färbt sich unten Orange, darüber schwebt ein sanftes Hellblau. Heute fühle ich mich bereits dehnbarer. Als es wieder darum geht, das Herz beim Einatmen bewusst zu öffnen und sich im Ausatmen zu verneigen („Das Herz führt, der Kopf folgt!“), fühlt sich das sooo angenehm an! Zum Abschluss stimmt Martina, wie nach jeder Yoga-Session, ein dreimaliges inniges Ooom an; feierlich klingen wir mit.

Stimmklang ... und Stille

Nach weiteren drei Face Readings im Olivenhain bereite ich den vereinbarten Mantra Mitsing-Abend vor. Dabei geht es darum, sich mittels Stimme mit der Schöpfung zu verbinden. Jede Stimme ist unverwechselbar. In ihr klingt stets unser innerstes Wesen mit. Klang ist zugleich Spiegel und Verstärker dessen, was ist. Nehmen wir uns klingend so an, wie wir sind, und lassen unser So-Sein mittels Stimmklang nach außen strahlen, entsteht im Kontakt zu den Stimmen der Mitsingenden ein Klangfeld, das eine eigene Qualität hat und ‚mehr‘ ausdrückt als die Summe aller Einzelstimmen. Ich freue mich schon darauf, morgen  meine Freude an der Schwingung des Klangs der eigenen Stimme, an der Resonanz der Schwingungen im Körper, am bewussten Feiern des Lebendig-Seins, am Miteinanderklingen, am Miteinander-Schwingen und zugleich Mit-sich-selbst-Sein, an der Dankbarkeit gegenüber der Schöpfung über mein und unser So-Sein weiterzugeben.
Die anschließende Ruhe am Pool tut so gut! Genüssliches Nichtstun, als Programmpunkt für den Nachmittag, genügt.

„I am happy!“

Heute besuche ich das Meer. Der Weg dorthin ist einfach: immer bergab. Es geht an den von mir heiß geliebten Mangobäumen vorbei, durchs Örtchen, bis zum Strand. Der Sand ist hier beinahe schwarz und entsprechend heiß. Barfußgehen ist kontraindiziert! Sobald meine Füße ins erfrischend-kühle Wasser gefunden haben, kann ich den Bodenkontakt wieder genießen. Dem rhythmischen Rauschen der Wellen zu lauschen, wiegt mich in eine tiefe, archaisch anmutende Entspannung.

Vor der zweiten Yoga-Einheit komme ich mit Raphael ins Gespräch, der wie immer gut drauf ist. „Are you happy?“, fragte er mich seit dem Beginn des Retreats täglich. „Yes, I am happy!“ lautete stets meine Antwort. Heute frage ich ihn: „Are YOU happy?“ Er antwortet aus vollem Herzen: „I AM happy!“ Und er erklärt mir, dass es sich für ihn so anfühlt, als würde er „den Himmel berühren“, wenn er bei einer Reiki-Behandlung, beim Yoga oder einer Therapiestunde wahrnimmt, dass bei seinen Klienten ein innerer Erkenntnis- und Transformationsprozess einsetzt. Wie schön es ist, wenn auf diese Weise Geben und Nehmen eins werden!

Dehnen … Tanzen … Spaghetthi und dem Mond beim Voll-Werden zuschauen

Die Yoga-Einheit an diesem Nachmittag ist wieder von Sanftheit geprägt und gefüllt mit Dehnungsangeboten verschiedenster Couleur, die meisten davon im Liegen. Endlich akzeptiere ich meine Unzulänglichkeiten! Zum Schluss tanzen wir ausgelassen zu einem ziemlich schrägen, vergnügt-loungigen spirituellen Popstück. Genussreich und erdend ist abends die vegane Spaghetti Bolognese, anschließend auch das Miteinander auf der Terrasse des Restaurants, bei Gesprächen und Rotwein. Himmlisch fühlt es sich an, dem Mond zuzuschauen, der seinen Job hervorragend erfüllt, einfach immer voller zu werden.

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Ich finde es immer wieder faszinierend, wie genial unser Körper-Seele-Geist-System von der Schöpfung darauf ausgerichtet ist, sich selbst zu regulieren. Wir brauchen nur Signale wie Müdigkeit oder Unzufriedenheit wahrzunehmen und zu achten und schon zeigt uns unser ‚innerer Lehrer‘ den Weg ins Gleichgewicht! Sei es, dass wir uns einen Mittagsschlaf oder einen dynamischen Spaziergang gönnen: Wir spüren, was uns wieder in die Balance bringt. Wir brauchen nur unseren Impulsen zu folgen. Auf die innere Stimme hören Überhören wir die innere Stimme, die uns nahelegt, eine Pause einzulegen, oder halten wir zum Beispiel trotz unserer wachsenden Unzufriedenheit mit einem Job, der nicht mehr zum Stand unserer persönlichen Entwicklung passt, an der vermeintlichen Sicherheit des vertrauten Systems fest, schwächen wir uns selbst. Oft hat leider in unserer mental überfrachteten Gesellschaft vor allem der Kopf das Sagen: „Ich muss nur mal eben …“, „Das war noch nicht perfekt, mir fehlt nur noch xy, bis es rund ist“ …. „Das Gespräch mit Herrn/Frau Z war total doof, ich habe ja schon immer gesagt, mit dem kann ich sowieso nicht, am besten lösche ich den Kontakt gleich ganz …“ Die Folgen unreflektierten Handelns sind häufig schmerzhaft und bringen so oft noch mehr Stress in unseren Alltag hinein. Die Begleitende Kinesiologie ist ein ganzheitlicher und sanfter Weg, um unserem Nervensystem in belastenden Situationen zunächst eine innere Auszeit zu gönnen. In dieser tiefen Entspannung nehmen wir unsere innere Stimme wieder wahr und spüren wieder, was wir wirklich wollen. Alte Muster transformieren und neue Wege wagen Wir trauen uns wieder, Visionen zu entwerfen und Lösungswege zu erträumen. Wir spüren unsere Liebe zu anderen Menschen, unser Interesse an der aktiven Gestaltung unseres Alltags wieder deutlich. Wir fassen den Mut, gewohnten Programmen eine Pause zu verordnen und uns für neue, überraschende Möglichkeiten zu öffnen. Unser geniales Körper-Seele-Geist-System zeigt uns mittels des kinesiologischen Muskeltests auf unserer inneren Reise zur Zufriedenheit sogar den Weg, um unser Ziel zu erreichen! Diese Reise kann sich individuell auf sehr verschiedene Weise gestalten: Manche brauchen die Entspannung spezieller Muskeln, die in Verbindung mit Emotionen stehen, anderen tun Körperübungen aus der frühen Kindheit gut, um die innere Bremse auf dem Weg zum Ziel zu lösen. Der Nächste reflektiert beispielsweise ungünstige Verhaltensmuster, erkennt, auf welcher Ebene diese in der Kommunikation mit anderen wirken, und findet in eine neue, aufbauende innere Einstellung hinein, welche die sanfte, friedvolle transformative Kraft hat, das Miteinander neu zu gestalten … Gerne begleite ich Sie als Kinesiologin dabei, Ihren individuell stimmigen Weg aus dem Stress in die Balance zu finden und Ihre Visionen zu verwirklichen! Infos und Kontakt: www.irisaconsulting.de Bildmotiv: (c) Foto von Atharva Tulsi auf Unsplash
von Irisa S. Abouzari 13. März 2026
Dieses authentische, lebendige und von Herzen interessierte Interview (Link auf das Interview: s. u.) hat Maja Lendzian mit mir geführt! Ich lernte sie bereits während meines Studiums kennen: Nach ersten Erfahrungen als freie Autorin für verschiedene Tageszeitungen sowie eine Fernsehzeitung hatte eine Freundin mich zu WDR print empfohlen, der Haus- und Mitarbeiterzeitung des WDR. Maja war dort Redakteurin. In dieser spannenden Zeit schrieb ich u. a. Mitarbeiter-Portraits und Making-of-Reportagen über neue Fernsehfilme. Seit Maja in Rente ist, startet sie mit ihren persönlichen Herzensprojekten nochmal so richtig durch! Sie ist beispielsweise nicht nur eine erfahrene und kreative Journalistin, sie leitet auch seit Jahren systemische Aufstellungen. Ich habe die Ehre, auf ihrer Website einen Platz in der Rubrik „Meine Lehrer“ bekommen zu haben. Im Interview geht es weniger um den Journalismus; der Schwerpunkt liegt auf meinem spirituellen Weg als ganzheitliche Lebensberaterin. Einen besonderen Platz bekommt dabei die Psycho-Physiognomik (Face Reading): eine Beratungsmethode, die ich schon vor über 20 Jahren während meiner Ausbildung zur Begleitenden Kinesiologin DGAK (Matthias Weber, IFHK, 2003-2005) erstmals kennengelernt habe. Seit meiner Weiterbildung zum zertifizierten Face Reading Coach (Anita Horn-Lingk, 2022) sowie meiner ergänzenden Weiterbildung im Chinese Face Reading (Rhené Emmerich, 2023) bin ich von dieser auf der sachlichen Ebene leicht nachvollziehbaren und auf der intuitiven Ebene faszinierenden und lebendigen Methode so sehr begeistert, dass das Intuitive Face Reading bei meinen spirituellen Beratungen seit Jahren einen wichtigen Platz einnimmt. In der Kategorie „Buchtipps“ findet ihr auf Majas Website auch nochmal meine Rezension über einen spirituellen Roman mit Tiefgang: „Shambhala“ von Daniel Meurois, die ihr vielleicht schon in meinem Blog gelesen habt. Hier der Link auf Majas Interview mit mir: https://www.majalendzian.de/lehrer.html#header3-w
von Irisa S. Abouzari 21. Februar 2026
Nur noch fünf Wochen bis zum Start der Messe „Natürlich Leben Köln“ in Bergisch Gladbach! Ich freue ich darüber, am Samstag und Sonntag, dem 28. und 29. März 2026, wieder auf dieser bekannten und beliebten Messe in der Nähe von Köln mit einem Stand dabei zu sein und dich bzw. euch kennenzulernen bzw. wiederzusehen. Bei kurzen Speed Readings kannst du einen konkreten Einblick in das faszinierende, ganzheitliche und lebendige System der Psycho-Physiognomik („Face Reading“) bekommen. Du suchst nach deiner Berufung? Dann lade ich dich herzlich zu meinem Vortrag ein: „Folge dem Ruf deines Herzens und lebe deine Berufung! Tipps aus spiritueller und psycho-physiognomischer Sicht (‚Face Reading‘)“ Samstag, 16:00 Uhr, in Raum 3 Weitere Infos: https://www.natuerlichlebenkoeln.de https://www.irisaconsulting.de
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